Viele Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 lassen sich Pflegegeld auszahlen. Im Pflegegrad 2 sind das 316 Euro monatlich. Neben dem Pflegegeld gibt es Pflegesachleistungen. Im Pflegegrad 2 sind das 689 Euro monatlich, also deutlich mehr als das Pflegegeld.

Von Pflegesachleistung spricht man, wenn ein Pflegebedürftiger zu Hause durch einen Pflegedienst gepflegt wird. Die Pflegekasse rechnet direkt mit dem Pflegedienst ab. Der Pflegedienst kann Pflegemaßnahmen (z.B. Hilfe beim Waschen, bei der Darm- und Blasenentleerung oder beim Kleidungswechsel), Hilfen im Haushalt (z.B. Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung) und sogenannte pflegerische Betreuungsmaßnahmen erbringen und mit der Pflegekasse abrechnen.

Wer aber nicht nur Grundpflege von einem klassischen Pflegedienst haben möchte, sondern einen Betreuungsdienst wie die Lux Seniorenbetreuung, wo die stundenweise Unterstützung im Alltag im Vordergrund steht, kann 40 % der Pflegesachleistungen in den Entlastungsbetrag umwandeln. Dann kann die vertraute Betreuungskraft häufiger als zum Beispiel nur einmal pro Woche in den Haushalt kommen und dort beim Saubermachen oder Einkaufen helfen. Beim Pflegerad 2 sind das neben den 125 Euro Entlastungsbetrag noch einmal ca. 270 Euro aus den umgewandelten Pflegesachleistungen, zusammen also rund 400 Euro pro Monat. Und der Rest des Entlastungsbetrages wird weiterhin als Pflegegeld ausgezahlt. Wer sich im Alltag durch eine Seniorenbetreuung und Haushaltshilfe dauerhaft und regelmäßig unterstützen lässt, sollte daher die Möglichkeit nutzen, Pflegesachleistungen in den Entlastungsbetrag umzuwandeln.

Pflegebedürftige können Pflegesachleistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen bis zu monatlich:

  • 689 Euro in Pflegegrad 2
  • 1.298 Euro in Pflegegrad 3
  • 1.612 Euro in Pflegegrad 4
  • 1.995 Euro in Pflegegrad 5

Zusätzlich steht allen Pflegebedürftigen von Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5 ein Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat zu. Der Entlastungsbetrag wird bei Aufwendungen für Entlastungsangebote erstattet, die als solche von der Pflegekasse anerkannt sind.

Es gibt auch die Möglichkeit, Kombinationspflege zu beantragen. Auch das ist sinnvoll, um möglichst gut Haushaltshilfe und Seniorenbetreuung zu nutzen. Auch sollte jeder, der einen Pflegedienst in Anspruch nimmt, sollte prüfen, ob die Leistungen des Pflegedienstes tatsächlich so hoch sind, dass das ganze Pflegesachleistungs-Budget aufgebraucht ist. Wenn dieses nicht aufgebraucht wird, sollte unbedingt Kombinationspflege beantragt werden, damit noch anteilig Pflegegeld erhalten bleibt.