Bei Pflegebedürftigkeit denken wir häufig ans Pflegeheim und schwerstpflegebedürftige Menschen, die ohne Pflegedienst nicht zurechtkommen. Viele Menschen erfahren aber Einschränkungen im Alltag, die sie in der souveränen Haushaltsführung behindern. Wenn der Staubsauger nicht mehr gehalten werden kann und man sich nicht bücken kann, um den Staub in den Ecken zu beseitigen, müssen meistens Familienangehörige oder Freunde helfen. Und wenn diese nicht da sind oder wenig Zeit haben? Wer kommt dann für zwei Stunden in den Haushalt, kümmert sich um die Sauberkeit, ist für ein Gespräch da, hilft beim Einkaufen oder Bügeln? Und wer kann sich diese Haushaltshilfe im Alter einfach so privat leisten? Sehr oft hören wir in unseren Gesprächen mit den älteren Menschen zuhause, dass es so entscheidend wichtig sei, den Haushalt in Ordnung zu halten. Es geht dabei nicht um einen Putzdienst, den man ja gefälligst auch privat zahlen könnte, wie es manchmal zu hören ist. Es geht um die Würde des Menschen im Alter, nicht an den Einschränkungen zu verzweifeln, nicht immer die Angehörigen um etwas bitten zu müssen, nicht das Gefühl zu haben, den Halt im eigenen Zuhause zu verlieren. Dazu brauchen die Menschen keinen Putzdienst. Sie wünschen sich eine kompetente Seniorenbetreuung, die Haushaltshilfe leistet, eine Bezugsperson, die sich kümmert.  Die zuhause saubermacht und sich zugleich um viele Alltagsdinge kümmert. Stundenweise, mit Zeit, Ruhe und Einfühlungsvermögen. Deshalb ist der Entlastungsbetrag von 125 Euro so wichtig, und deshalb sollte dieser Betrag erhöht werden, damit er zweckgebunden für die stundenweise Seniorenbetreuung genutzt werden kann. Die stundenweise Seniorenbetreuung als wichtiges Feld der Hauspflege steht noch zu wenig im Blick der demographischen Entwicklung. Wir freuen uns jedenfalls, wenn uns die Menschen sagen, es sei wunderbar, dass wir im Alltag helfen können und schnell einen persönlichen Termin zur Beratung und Betreuung anbieten. Das bestätigt uns in unserem Anliegen, den Menschen unbürokratisch und kompetent in der Seniorenbetreuung und Entlastung im Alltag zu helfen. Bei uns gibt es keine Wartelisten, sondern eine freundliche Mitarbeiterin oder einen freundlichen Mitarbeiter, der hilft. Unsere Betreuungskräfte sind bei uns fest angestellt und werden von uns zusätzlich qualifiziert, damit sie ihren Beruf als Seniorenbetreuer mit Freude und Engagement ausüben.

Unsere Gesellschaft wird älter, immer weniger Jüngere sollen sich um immer mehr Ältere kümmern. Das kann nur gut gehen, wenn wir die Alltagsunterstützung für ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Familien deutlich fördern und darin eine gemeinsame Verantwortung von Jung und Alt sehen. Seniorenbetreuung ist so gesehen auch ein Brückenbauer. Und das sollte uns für die  Menschen, denen wir jeden Tag begegnen, und für uns selbst, viel Hoffnung und Zuversicht geben.